Administrator/ Februar 19, 2020/ In der Presse, Stadtrat Gerolstein

Auch im Rat der Stadt Gerolstein setzt sich die UWG für die Wiedereinführung der Biotonne im Landkreis Vulkaneifel ein!

Auf Initiative der Fraktionen von UWG und SPD hat sich der Stadtrat Gerolstein bei seiner gestrigen Sitzung mit einem Dringlichkeitsantrag zum Thema Biomüllentsorgung beschäftigt.

Den Mitgliedern des Rates wurde ein gemeinsamer Resolutionsentwurf von UWG und SPD vorgelegt.
Nach konstruktiver Beratung stimmte der Stadtrat Gerolstein mit 19 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen einstimmig für die nachstehende Resolution.

„Aufforderung zur Wiedereinführung des Biotonnen-Holsystems im LK Vulkaneifel“

Der Stadtrat Gerolstein fordert den Kreistag des LK Vulkaneifel auf, die aktuelle Regelung der Bioabfallentsorgung zurückzunehmen und das bis Ende 2019 bewährte System der Bioabfallentsorgung auf Grundlage einer neuen und transparenten Gebührenkalkulation ohne eine Bürgerbefragung – unter Beachtung einer Gebührenreduzierung für Eigenkompostierer – schnellstmöglich wieder einzuführen.

Begründung:

Seit Beginn des Jahres wird im Landkreis Vulkaneifel der Bioabfall nicht mehr am Haus abgeholt.
Stattdessen sollen/müssen die Gebührenzahler ihren Bioabfall zu den in den jeweiligen Orten bereitgestellten Sammelcontainern bringen.

Diese praxisferne, ökologisch und sozial unakzeptable neue Regelung stößt bei vielen Menschen im Vulkaneifelkreis auf Ablehnung. Dies wurde in den vergangenen Wochen auf vielfältige Weise durch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Unterschriftenaktionen, in den Medien und in einigen kommunalpolitischen Gremien überaus deutlich zum Ausdruck gebracht. Das bisherige System mit Biotonne hatte sich im Vulkaneifelkreis als gut geeignet bewährt. Dagegen berücksichtigt das derzeit eingeführte System die wahren Bedürfnisse vieler Menschen in unserer Region nicht.
Der permanente, kostenträchtige und unzumutbare Organisationsaufwand wird als unpraktisch und in der Handhabung als völlig ungeeignet empfunden.

So verfügen z.B. manche ältere oder gehbehinderte Menschen nicht über die erforderliche Mobilität um den Sammelcontainer aufzusuchen. Gleichzeitig zeigen viele Sammelplätze ein chaotisches Bild von umherliegenden Tüten oder Bioabfall. Logischerweise werden hierdurch auch Ungeziefer und Wildtiere (z.B. Füchse) angelockt…. Diese unzumutbaren Verhältnisse werden in zahlreichen
Ortsgemeinden auch wegen des erforderlichen Aufwands bei der Reinigung in der Umgebung der Sammelcontainer nicht akzeptiert.

Deshalb sollte die bisherige Regelung des Holsystems mit Biotonne mit allen damals getroffenen Regelungen – ohne eine Bürgerbefragung – schnellstmöglich wieder eingeführt werden. Als Grundlage für eine Entscheidung sollte dazu eine hinreichend transparente Kostenkalkulation einbezogen werden.
Außerdem sollen die Kostenkalkulation hierzu am 16.03.2020 zur KT-Sitzung vorliege

https://www.volksfreund.de/region/vulkaneifel/stadtrat-gerolstein-verabschiedet-resolution-zur-wiedereinfuehrung-der-biotonne_aid-49104587?fbclid=IwAR1PGtrp4d5-COzuOdzcJ3l_AF8sE-97naOvK4rP1cZi7RHGg1cXWN9vWhY

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