Administrator/ Januar 27, 2020/ Kreistag Vulkaneifel

A.R.T.-Tüten-Experiment beenden!
Wiedereinführung der Biotonne schnellstmöglich beschließen.

Gemeinsam mit der SPD Kreis Vulkaneifel, der FDP Kreisverband Vulkaneifel und DIE LINKE. Vulkaneifel erwartet die UWG Kylltal e.V. von der Sondersitzung des Kreisausschusses am 27. Januar 2020 eine umfangreiche Aufklärung darüber, wie die Verantwortlichen des ART das Biomüll-Chaos der letzten Wochen zulassen konnten.
Vor allem erwarten wir – im Sinne der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Vulkaneifel – eine Entscheidung über die baldige Wiedereinführung der Biotonne. Aus diesem Grund soll der ART zeitnah und transparent seriöse Zahlen sowie eine Neukalkulation der Gebühren vorlegen und der Beschluss über die Wiedereinführung der Biotonne bereits für die Sitzung des Kreistags am 16. März 2020 zur Abstimmung aufgesetzt werden.

Der Kreistag sollte das starke Bürgervotum von 11.000 Unterschriften umgehend anerkennen, ohne Verzögerung handeln und die schnellstmögliche Rückkehr zum Holsystem mit Biotonne beschließen. Hierfür muss nicht das Ergebnis eines Bürgerentscheids abgewartet oder gar eine aufwendige und teure Bürgerbefragung durchgeführt werden. Bereits heute ist klar, dass die Bürgerinnen und Bürger der Vulkaneifel das fehlgeschlagene Tüten-Experiment des ART beenden und so schnell wie möglich zum Holsystem mit Biotonne zurückkehren wollen.
Das Bringsystem mit Bio-Tüte, das sogenannte „Trier Modell Plus“, ist in der Vulkaneifel auch nach über vier Wochen nicht funktionstüchtig, obwohl der ART versucht, mit teureren Nachbesserungen – wie mehreren Leerungen pro Woche und der stetigen Aufstockung der Container – die Probleme zu beheben. Diese Maßnahmen haben unserer Ansicht nach jedoch keineswegs eine langfristige Wirkung, um die systemimmanenten Fehler zu beseitigen und treiben weiter die Kosten in die Höhe.
Die hygienischen und auch seuchenhygienischen Zustände sind nicht verantwortbar, die Nutzerfreundlichkeit nicht gegeben und die Klimabilanz verheerend.
Besonders akuter Handlungsbedarf ergibt sich im Hinblick auf die fehlende Barrierefreiheit, durch die sich das Bringsystem mit Containern bereits in der Grundidee disqualifiziert. Menschen mit Behinderung, aber auch alte Menschen oder Menschen mit einer vorübergehenden gesundheitlichen Einschränkung dürfen nicht diskriminiert werden.
Das ist so nicht haltbar und auch für einen Übergang nicht hinnehmbar!
Daher fordern wir den Landrat und die Verantwortlichen des ART auf, bis zur Wiedereinführung der Biotonne hierzu umgehend praxistaugliche Lösungen zu schaffen und den Betroffenen schnelle und unbürokratische Hilfe zukommen zu lassen.

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