Administrator/ Dezember 23, 2020/ Allgemein

UWG Vulkaneifel zur angekündigten Schließung der Chirurgie im Krankenhaus Gerolstein

Auch wir haben aus den Medien erfahren müssen, dass die Marienhaus GmbH als Krankenhausträger die stationäre Chirurgie am Gerolsteiner Krankenhaus zum Jahresende schließen wird.
Die UWG Vertreter*innen im Gerolsteiner Stadtrat haben im Frühjahr die Resolution der Stadt für den Erhalt des Gerolsteiner Krankenhauses zur medizinischen Grundversorgung unterstützt. Die Stadt hat der Krankenhausleitung in diesem Jahr jede Unterstützung gegeben und weitere Unterstützung angeboten, wenn es erforderlich sein sollte. Zuletzt im Herbst 2020 hat die Krankenhausleitung gegenüber der Stadt erklärt, dass der Standort aktuell gesichert sei und es keinen Grund zur Sorge gebe. Und nun das ?
Der scheidende Chefarzt hat heute in der Presse erklärt, dass die eigentlich rentable Chirurgie in Gerolstein vom Träger in vielen kleinen Schritten bewusst „gegen die Wand gefahren“ worden ist. Wenn das sich so bewahrheitet, wäre das eine Schande für einen christlichen Träger und ein „Schlag ins Gesicht“ für bis zu 25 Mitarbeiter*innen, die am Ende eines sehr anstrengenden und schwierigen Jahres nun auch noch um ihre Jobs fürchten müssen.
Reflexartig wird nun auch wieder auf die Landesregierung und das Gesundheitsministerium in Mainz geschimpft und der schwarze Peter zwischen Bund, Land, Träger und Landkreis hin und her geschoben. Langfristig brauchen wir sicher einen Richtungswechsel im offensichtlich selbst erkrankten Gesundheitssystem. Da wird die Politik gefragt sein.
Kurzfristig geht es um unsere Gesundheitsversorgung vor Ort und systemrelevante Arbeitsplätze im Gerolsteiner Land. Da ist an erster Stelle der Krankenhausträger gefragt !
Die UWG Vulkaneifel begrüßt, dass Stadtbürgermeister Schneider kurzfristig über Parteigrenzen hinweg zu einer Sondersitzung eingeladen hat, in der Vertreter des Krankenhausträgers hoffentlich Rede und Antwort stehen. Für die UWG wird die Stadtbeigeordnete Gerlinde Blaumeiser an dieser Sitzung teilnehmen. Hoffentlich gibt es noch eine Möglichkeit, die stationäre Chirurgie in Gerolstein zu retten.
Die Menschen in Gerolstein und der Region brauchen dieses Krankenhaus !
Wir bleiben auf Kreis- und Stadtebene für Sie/ für Euch dran!
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